"Frau Lompscher, handeln Sie!"
VERBRAUCHER INITIATIVE fordert im Fleischskandal mehr Kontrollen und bessere Verbraucherinformation
Berlin, 6. September 2007. Erneut wurde in Bayern Fleisch, das nicht für den menschlichen Verzehr geeignet war, umetikettiert und weiterverkauft. Wieder ging es in die Produktion von Döner-Fleisch nach Berlin. Und wieder schweigt die Berliner Verbrauchersenatorin zu den Vorfällen. „Nicht allein vollmundige Aussagen über die Höhe von Döner-Preisen und Verweise auf die Verfehlungen in Bayern helfen den hiesigen Verbrauchern“, so die VERBRAUCHER INITIATIVE. Gefragt sind nach Aussagen des Verbraucherverbandes viel mehr wirksame Maßnahmen der Berliner Lebensmittelüberwachung sowie die klare Benennung der Unternehmen, in denen Verstöße gegen das Lebensmittelrecht festgestellt wurden.
Eine wesentliche Säule des Verbraucherschutzes ist die Information der Öffentlichkeit – so steht es im „Memorandum Lebensmittelsicherheit in Berlin“ der zuständigen Senatsverwaltung. Doch den Sachstand erfahren hiesige Verbraucher derzeit nur aus der Presse. Ein offizielles Wort der Berliner Verbrauchersenatorin gibt es nicht, auch auf den Internetseiten ihres Hauses finden Interessierte keine Erwähnung der jüngsten Entwicklungen im Ekelfleischskandal. „Festzustellen, dass ein Döner mit 1,50 Euro zu billig ist, ersetzt keine Verbraucherpolitik. Der Verweis auf die Verantwortung der Verbraucher ist kein Ersatz für Taten“, kritisiert Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der VERBRAUCHER INITIATIVE.
Der Schutz der Berliner Verbraucher vor Ekelfleisch ist nicht nur Sache der Anderen. Produktionsketten für Lebensmittel hören nicht an Landesgrenzen auf. „Es reicht deshalb nicht, auf Bayern zu verweisen. Nötig ist vielmehr, das in Berlin vorhandene Konzept zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und des Schutzes vor Betrug zügig und offensiv umzusetzen“, so Georg Abel. In diesem Zusammenhang fordert die VERBRAUCHER INITIATIVE, die Zahl der Kontrolleursstellen zu erhöhen und an die offenkundige Risikosituation in der Hauptstadt anzupassen. Unabhängig von besseren Kontrollen sind auch die Döner-Hersteller gefordert, im Interesse ihrer Kunden wirksame Wareneingangskontrollen durchzuführen und Verdachtsmomente den Ordnungsbehörden zu melden.
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unter anderem folgende Themen: ¤ Effizientes Heizen ¤ Elektronikindustrie: Ein Blick hinter die Kulissen ¤ Baumwolle: Naturfaser mit Nebenwirkungen ¤ Faire Preise für nachhaltigen Strom ¤ Ihr gutes Recht ¤ Meldungen ¤ Mitglieder-Aktion"Demeter-Weine von der Nahe" ¤ Postkarte und Jahreskalender ¤ Broschürenübersicht 24 Seiten, Oktober 2008
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