Öko-Anbau kann Ernährung sichern
Interview mit Monika Pirkenseer zu „Öko + Fair ernährt mehr!“
Berlin, 20.01.2010. Die Lösung des Welternährungsproblems trauen
viele immer noch eher der industriellen als der ökologischen Landwirtschaft zu.
Weshalb der Öko-Anbau aber gerade geeignet ist, um Hunger und Armut zu
bekämpfen, erklärt Monika Pirkenseer von Naturland e.V. auf www.oeko-fair.de.
Im Interview äußert sich Monika Pirkenseer unter anderem zu einer Studie, die
zeigt, dass die kleinbäuerliche Öko-Landwirtschaft kombiniert mit dem Fairen
Handel wesentlich zur nachhaltigen Armutsbekämpfung beitragen kann. Mit
Veröffentlichung der Studie startete „Öko + Fair ernährt mehr!“, eine gemeinsame
Kampagne von Naturland e.V. und Weltladen-Dachverband e.V.
Naturland ist mit über 50.000 Bauern weltweit einer der größten ökologischen
Anbauverbände. Monika Pirkenseer ist dort zuständig für die internationale
Öffentlichkeitsarbeit und für jene zu den Themen Aquakultur, Öko + Fair sowie
Textilien.
Im internationalen Bio-Handel sind Kleinbäuerinnen und -bauern bedeutende
Erzeuger: Etwa 70 Prozent der in die EU eingeführten Bio-Produkte werden
kleinbäuerlich produziert. Auch zur weltweit insgesamt erzeugten Nahrung tragen
kleinbäuerliche Familien einen erheblichen Teil bei. Dennoch genügen ihre
Erträge oft nicht, um sich selbst ausreichend zu versorgen. Auf dem Land lebende
Menschen sind unter anderem deshalb am häufigsten von Armut und Hunger
betroffen.
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