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Rot wie Rote Bete

VERBRAUCHER INITIATIVE gibt Tipps zum Eierfärben

Berlin, 23.03.2012. Es ist ja so unkompliziert: Statt sich die Finger an heißen Eiern zu verbrennen, einfach quietschbunte Ostereier aus dem Supermarkt kaufen. Doch abgesehen davon, dass dann das Erlebnis des Selbermachens fehlt, sind die künstlichen Eierfarben nicht für alle Menschen völlig harmlos. Die VERBRAUCHER INITIATIVE hat deshalb einige Tipps zum natürlichen Färben zusammengestellt.

Zu den gängigen Eierfarben gehören unter anderem Tartrazin (E 102) und Azorubin (E 122). Sie können durch kleine Risse und Sprünge in der Eierschale bis ins Eiweiß gelangen. Auf diese Weise werden sie in geringen Mengen mitgegessen. Empfindliche Menschen können darauf mit Hautrötungen, Juckreiz und im schlimmsten Fall auch mit Asthmaanfällen reagieren. Außerdem stehen diese Farbstoffe in Verdacht, bei Kindern Aufmerksamkeitsstörungen zu verursachen.

Als Alternative empfiehlt die VERBRAUCHER INITIATIVE Farben aus der Natur. Sie sind gesundheitlich unbedenklich und ergeben schöne Farbtöne:
• Rottöne: Rote Bete, rote Zwiebelschalen
• Goldgelb bis Braun: Schwarzer Tee, Zwiebel- und Walnussschalen
• Grün: Spinat, Brennnesselblätter, Petersilie
• Blau bis Lila: Rotkohlblätter, Holundersaft

Die Eier nehmen die Farbe am besten an, besonders wenn sie vor dem Färben gut mit Essig abgerieben werden. Der Sud aus einem halben Liter Wasser, einem Schuss Essig und 250 g Pflanzenstückchen muss ungefähr 30 bis 45 Minuten kochen, bevor die Eier hineingegeben werden. Sie werden im Farbbad hart gekocht und abgekühlt. Wenn die Schale beim Kochen keine Risse bekommen hat, sind die hartgekochten Ostereier im Kühlschrank etwa vier Wochen haltbar.

Nicht nur beim Färben, auch bei der Auswahl der Eier selbst sollten Verbraucher auf eine möglichst naturnahe Produktion achten. Wer sicher gehen will, dass die Ostereier keine Rückstände von Arzneimitteln enthalten und unter einigermaßen verträglichen Bedingungen gelegt wurden, sollte Eier aus ökologischer Haltung kaufen. Sie sind an der 0 am Anfang des aufgedruckten Erzeugercodes zu erkennen.

Weitere Informationen zum Lebensmitteleinkauf finden Sie auch im Themenheft „Lebensmittel einkaufen“ der VERBRAUCHER INITIATIVE. Zu bestellen oder zum Download unter www.verbraucher.com.


Weitere Informationen
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