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Lebenszykluskosten

VERBRAUCHER INITIATIVE sieht erheblichen Handlungsbedarf

Berlin 04. März 2008. Erheblichen Handlungsbedarf beim Zukunftsthema Lebenszykluskosten sieht die VERBRAUCHER INITIATIVE. Der Bundesverband stellte jetzt eine entsprechende Handelsbefragung zur Angabe dieser Kosten bei strombetriebenen Geräten vor. Die VERBRAUCHER INITIATIVE ruft Hersteller und Einzelhandel auf, mehr ökologische und soziale Verantwortung zu übernehmen und mehr entsprechende Produkte herzustellen und zu listen.

Unter Lebenszykluskosten versteht man die Berücksichtigung aller anfallenden Kosten von der Herstellung bis zur Entsorgung. Immer mehr Verbraucher interessieren sich für die Gesamtkosten eines Produktes und brauchen dazu mehr Angaben als den reinen Verkaufspreis. So können die Betriebskosten in der Folge das Haushaltsbudget erheblich belasten.

Weitgehende Unwissenheit herrscht bei den 56 befragten Unternehmen aus fünf Branchen beim Thema Lebenszykluskosten. Nur 55% hatten von dem Begriff bisher gehört. Da wundert es wenig, wenn auch nur 35% der Befragten den Verkauf stromeffizienter Geräte durch entsprechende Angaben fördern. Es zeigt sich, dass vor allem die Segmente Versandhandel und Elektrohandel besser informiert sind.

Um den Absatz nachhaltiger Produkte breitenwirksamer zu fördern, müssen Verbraucher besser informiert und zum Kauf dieser Produkte motiviert werden. Die VERBRAUCHER INITIATIVE ruft Hersteller und Einzelhandel auf, mehr gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und fordert in diesem Zusammenhang:

  • Umwelt- und sozialverträgliche Produkte herstellen! Zur Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster müssen Hersteller die umwelt- und sozialverträgliche Produktion dieser Waren voranbringen, um zu einer nachhaltigeren Nutzung von Rohstoffen und damit zum Umwelt- und Klimaschutz beizutragen.
  • Innovation  fördern! Hersteller sollten besonders im Bereich verbesserter Ökobilanzen innovative Konzepte zur Optimierung ressourcen-/energie-effizienter Produkte verfolgen. Dabei spielt zunehmend der Ansatz der Lebenszykluskosten eine Rolle, also die Integration der Öko- und Sozialbilanz bei Transport von Rohstoffen über Herstellung, Verwendung bis zur Entsorgung von Produkten.
  • Marktvorteile bei nachhaltigen Produkten nutzen! Unternehmen sollten ihre Marktchancen über verbesserte Angebote umweltfreundlich hergestellter, ressourcen- bzw. energieeffizienterer und sozialverträglicher Produkte nutzen und diese stärker bewerben.
  • Nachhaltige Produkte listen! Die heute verfügbare Palette an Produkten mit besonderer ökologischer bzw. sozialer Qualität gilt es kontinuierlich zu erweitern. Der Einzelhandel ist gehalten, durch die Vorgaben an Hersteller und Zulieferer sowie durch die Aufnahme nachhaltiger Produkte in das Warensortiment zur Beschleunigung dieses Prozesses beizutragen und Verbrauchern den Zugang zu diesen Produkten weiter zu erleichtern.
  • (Aus- und Weiter-)Bildung fördern! Hersteller wie Handel müssen ihre Mitarbeiter im Bereich Förderung nachhaltiger Produkte (weiter)qualifizieren. Die verbrauchergerechte Nachhaltigkeitskommunikation sowie branchenspezifische Personalschulungen sollen deshalb ausgeweitet werden.

Die Ergebnisse der Handelsbefragung sind auf der Seite www.nachhaltige-produkte.de dokumentiert.


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