Best Nest
VERBRAUCHER INITIATIVE gibt Tipps für das Bestücken der
Osternester
Berlin, 26.03.2010. An Ostern sieht Süßes auch süß aus:
Die niedlichen Häschen, Küken oder Lämmchen wirken auf den ersten Blick alles
andere als bedenklich. Doch auch das Osternaschwerk wird aus Rohstoffen gemacht,
deren Herstellung überschattet ist. Guten Geschmack beim Nestbestücken be-weist
man dagegen mit Süßigkeiten, die bio oder fair sind.
Zu Ostern wird in Deutschland traditionell mehr Schokolade als sonst im Jahr
gekauft und insgesamt wurden beispielsweise 2009 etwa 36.000 Tonnen
Ostersüßwaren verbraucht. Für die Hersteller ist das Fest ein gutes Geschäft,
für die Rohstoffbauern dagegen eher nicht. Erst vor kurzem berichteten Medien
erneut über die in der Elfenbeinküste verbreitete Kinderarbeit und
Kindersklaverei auf Kakaofarmen. Beinahe die Hälfte des Rohkakaos für deutsche
Schokolade stammt aus der Elfenbeinküste, nahezu der gesamte Rest kommt aus
anderen westafrikanischen Ländern.
Der wirksamste Schutz vor Kinderarbeit ist ein existenzsicherndes Einkommen
für Kakaobauern und ihre Familien wie es der Faire Handel garantiert. Die
Fairtrade-Standards verlangen darüber hinaus, dass auf ausbeuterische
Kinderarbeit verzichtet wird. „Die Kriterien gelten unabhängig davon, wo ein
Fairtrade-gesiegeltes Produkt angeboten wird, also etwa im Eine-Welt-Laden oder
im Supermarkt“, sagt Mareen Joachim von der VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. Die
reichhaltigste Auswahl fair gehandelter Osterspezialitäten bieten jedoch die
Weltläden. Sie haben in der Regel neben Naschereien auch Kunsthandwerk im
Angebot, das zum Fest passt. Auch Bio-Qualität ist eine soziale und ökologische
Wahl, weil die Bauern mit Bio-Rohstoffen mehr verdienen und diese umweltschonend
angebaut wurden.
Auf www.oeko-fair.de kann man
Wissenswertes über Kakao und die ökologischen und sozialen Dimensionen seines
Konsums kostenlos nachlesen. Und wer mehr über Westafrika erfahren will, findet
dort auch ein Themenspecial zu dieser Region.
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