Fairtrade-Rosen für Hannelore Kraft zum Internationalen Frauentag
Köln, März 2011: Rosen sind beliebt und werden auch am Internationalen Frauentag tausendfach verschenkt. Kaum jemandem ist die Doppeldeutigkeit der Geste bewusst: In der Blumenindustrie arbeiten in erster Linie Frauen und die Arbeitsbedingungen auf den Blumenfarmen in Afrika und Lateinamerika sind alles andere als rosig. Fairtrade-Rosen sind eine wirkungsvolle Alternative. „Frauenrechte stärken und gleichzeitig Freude schenken, dafür stehen Fairtrade-Rosen“, sagte Dieter Overath, Geschäftsführer von Transfair e.V. Er überreichte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im Vorfeld des Weltfrauentags am 8. März einen Strauß Fairtrade-Rosen. Die Ministerpräsidentin erfreut sie sich an dem Strauß, der nun in ihrem Büro einen Ehrenplatz erhalten hat. Bundesweit verteilen Fairtrade-Unterstützerinnen und Unterstützer in den nächsten Tagen fair gehandelte Rosen.
Die Entscheidung für fair gehandelte Rosen trägt dazu bei, die Lebenssituation von tausenden Arbeiterinnen und Arbeitern auf Blumenfarmen in Kenia, Tansania und Ecuador zu verbessern. Und auch die Umwelt profitiert, denn die Fairtrade-Rose schneidet in der CO²-Bilanz besser ab als einheimische Züchtungen. Erste Zahlen zeigen: Im Jahr 2010 wurden knapp 72 Millionen fair gehandelte Rosenstiele in Deutschland verkauft, das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr.
Rosen als Symbol für Frauenrechte
Der Faire Handel sorgt durch kostendeckende Preise, eine Fairtrade-Prämie, sozialverträgliche und gesünderer Arbeitsbedingungen dafür, dass die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Rosenpflückerinnen in Afrika und Lateinamerika nachhaltig verbessert werden. Blumenarbeiterin Janet Ndliaka (32) von der kenianischen Blumenfarm Pandaroses erzählte: „Bevor es Fairtrade gab, habe ich viel gelitten, besonders während der Schwangerschaften. Ich musste bis zum Tag der Geburt arbeiten und schon nach einer Woche wiederkommen. Und trotzdem war ich unsicher, ob ich überhaupt noch meinen Job hatte. Heute wird zum Glück darauf geachtet, dass die schwangeren Arbeiterinnen nur leichte Aufgaben zu erledigen haben. Es gibt Mutterschutz und die Firma zahlt die Krankenhausrechnung. Das ist für uns alle ein wichtiger Fortschritt!“
Erhältlich sind die Fairtrade-Rosen bundesweit in rund 6.000 Fach- und Einzelhandelsgeschäften bei REWE, Penny, toom-Märkten, regional bei der Kaiser’s Tengelmann AG in Bayern, der Edeka Südwest in Baden-Württemberg, Tegut und in den Blumenfachgeschäften von Blumen Risse und Blume 2000. Unter www.transfair.org finden Sie den Fairtrade-Rosen-Finder sowie Tipps zur Pflege von Rosen.
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