Sonnenschutz mit Kosmetika und Textilien
Die Eigenschutzzeit der Haut kann durch die Verwendung von Sonnencremes, –ölen und –lotionen mit einem bestimmten Sonnenschutzfaktor (SPF sun protection factor) oder Lichtschutzfaktor (LSF) entsprechend verlängert werden.
Als Filtersubstanzen werden hier verschiedene chemische Verbindungen eingesetzt, die die UV-Strahlen absorbieren d.h. aufnehmen (UV-Filter) oder reflektieren (Pigmente).
In kosmetischen Sonnenschutzmitteln liegen die UV-Filter in gelöster Form vor. Nach dem Verteilen auf der Haut dringen die chemischen Substanzen in die oberste HAutschicht ein und bauen dort eine unsichtbare Schutzschicht auf. Bis ein maximaler Sonnenschutz entsteht, bedarf es einiger Wirkzeit. So sollten die entsprechenden Präparate mindesten 30 Minuten vor dem Sonnenbaden aufgetragen werden.
Pigmente bzw. Mikropigmente bieten einen physikalischen Lichtschutz. In mikrofeiner Form wirken Zinkoxid, Titandioxid und Eisenoxid wie kleine Spiegel, die die UV-Strahlen reflektieren und streuen. Eine fünfprozentige Konzentration von Titandioxid ergibt einen Lichtschutzfaktor von 15. Die Pigmente bleiben auf der Hautoberfläche haften, können allerdings durch Reiben abgetragen werden und sollten ab und zu erneut aufgetragen werden. Der Vorteil physikalischer Lichtschutzfilter liegt darin, dass der Schutz sofort nach dem Auftragen wirksam ist.
Oft basiert die Schutzwirkung der Sonnenmittel auf der Kombination der Wirkung physikalischer und chemischer Filtersubstanzen.
Tests haben gezeigt, dass die Schutzwirkung der Sonnenschutzprodukte innerhalb der vom Hersteller garantierten 30-monatigen Haltbarkeit gut ist. Falls sich die Creme innerhalb dieser Frist im Geruch oder Aussehen verändert hat, sollte sie nicht mehr benutzt werden.
Schutz durch Textilien Einen sicheren UV-Schutz bietet neben den Sonnenschutzcrems auch das Tragen geeigneter Kleidung. Doch entgegen der allgemeinen Annahme kann nicht jedes Kleidungsstück einen ausreichenden Schutz garantieren. Wie gut die Kleidung vor den UV-Strahlen schützt, hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind hier die chemische Natur der Faser (Baumwolle, Seide, Polyester), die Webart und die Farbe des Textils. Je dichter ein Stoff gewebt und je dunkler seine Farben ist, um so besser ist sein UV-Schutz. Die Schutzwirkung bestimmter Textilien kann durch spezielle Ausrüstung der Fasern zusätzlich verbessert werden. Dabei werden entweder chemische Filtersubstanzen oder Pigmente wie Titandioxid in die Faser eingearbeitet. Viele Hersteller sind dazu übergegangen, speziell die Sommermode mit Sonnenschutzfaktoren (SPF bzw. speziell für Textilien UPF d.h. Ultraviolet protection factor) auszuzeichnen. Dieser Faktor besagt, um wieviel Mal länger man mit dem ausgezeichnetem Kleidungsstück an der Sonne bleiben kann, bis eine Hautrötung auftritt. Es erscheint etwas verwirrend, Textilien mit Sonnenschutz auszurüsten, denn ein Sonnenbrand unter der Kleidung tritt in extrem seltenen Fällen auf. Doch dies ist dann sinnvoll, wenn damit die Gesamtbelastung durch UV-Strahlen minimiert wird.
Wichtig ist, dass eine Sonnenschutzkleidung nur eine Ergänzung und kein Ersatz für einen vernünftigen Umgang mit der Sonne sein kann.
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