Naturheilverfahren
Hektik und Stress, Lärm und
andere Reizüberflutungen, aber auch zu wenig Bewegung und zu üppiges
Essen sind in der heutigen Zivilisationsgesellschaft wichtige Gründe,
warum der Organismus anfällig wird für Krankheiten.
Aber schon für Kneipp und traditionelle Gesundheitssysteme wie Ayurveda, die chinesische Heilkunde sowie die anthroposophische Medizin war die Herstellung der natürlichen Ordnung ein wesentlicher Bestandteil des Heilungsprozesses. Dies gilt sowohl für das körperliche Gleichgewicht, zusammen mit der seelischen und geistigen Ordnung bis hin zum Einklang mit der Außenwelt und dem gesamten Kosmos.
Die alternative Medizin erlebt derzeit einen regelrechten Boom. Rund 70 Prozent der Patienten wünschen sich eine Behandlung mit natürlichen Methoden. Hinter diesem Trend steht die Angst vor den Nebenwirkungen synthetisch hergestellter Medikamente, aber auch das Unbehagen über eine nur schwer durchschaubare und als unpersönlich empfundene Schulmedizin. Auch wenn konventionelle Ansätze versagen, wird alternative Hilfe gesucht.
Die Fülle an Heilverfahren ist kaum noch überschaubar. Und viele Therapien sind umstritten. Denn beileibe nicht alles, was sich als „sanft“ bezeichnet, ist auch natürlich und frei von Nebenwirkungen.
Die Wirkung naturheilkundlicher Verfahren Viele Naturheilmethoden wirken unspezifisch, das heißt sie wirken allgemein positiv auf den gesamten Organismus, die Selbstheilungskräfte und das Immunsystem. Grundlegende Körperfunktionen wie die Atmung, Verdauung oder der Blutkreislauf können normalisiert werden. Sie eignen sich gut zur Vorbeugung, teilweise bei Erschöpfungszuständen und zur Rekonvaleszenz und vielfach zur Selbstbehandlung.
Daneben stellen natürliche Verfahren und Heilmittel gezielt auf bestimmte Effekte wie die Stärkung einzelner Organe und Funktionen ab. Gute Erfolge werden bei psychosomatischen und vegetativen Beschwerden des Herz-/Kreislaufbereichs, bei Verdauungs- und Stoffwechselstörungen, bei Allergien, Haut- und Atemwegserkrankungen, Frauenleiden und in der Kinderheilkunde verzeichnet. Ergänzend und unterstützend werden sie bei irreparablen Gesundheitsschäden, chronischen und schweren Erkrankungen wie Krebs oder rheumatischen Erkrankungen eingesetzt oder wenn die Schulmedizin an ihre Grenzen gestoßen ist. Sie lindern dann Schmerzen und reduzieren den Medikamentenverbrauch.
Ein wesentliches Prinzip von alternativen Verfahren ist die Mobilisierung und Stärkung der Selbstheilungskräfte. Diese Anpassung und Umstimmung benötigt Zeit und häufig die aktive Mitwirkung des Patienten. Sie kann dauerhaftere Heilerfolge bewirken, hat aber insbesondere bei akuten und schweren Erkrankungen ihre Grenzen. Hier kann es sinnvoll, sogar lebensnotwendig sein, auf schulmedizinische Maßnahmen zurück zu greifen und den Krankheitssymptomen mit Medikamenten oder Operationen zu begegnen.
In der achtseitigen Broschüre "Sanfte Medizin – Heilen mit der Natur" stellt die VERBRAUCHER INITIATIVE ausgewählte alternative Heilmethoden und Arzneimittel vor und informiert über ihre jeweiligen Stärken und Schwächen. Hier finden Interessierte auch Tipps, woran Sie eine seriöse Behandlung erkennen.
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