So funktioniert Öko Landbau

In der ökologischen Landwirtschaft wird viel Wert darauf gelegt, dass sich Ackerbau und Tierhaltung möglichst ergänzen. Pflanzen und Tiere bilden eine weitgehend natürliche Lebensgemeinschaft.

Das heißt: Die Pflanzen liefern das Futter für die Tiere, diese wiederum den Dünger für die Felder. Auch Lebewesen, die nicht als Nutztiere gelten, werden in den Kreislauf eingegliedert. Diese so genannten Nützlinge - wie beispielsweise Vögel und Fraßinsekten - unterstützen als natürliche Feinde der Schädlinge den Pflanzenschutz.

Grundsätze der Ökologischen Landwirtschaft:

  • Die Tiere werden artgerecht gehalten. Grundsätzlich bedeutet dies, dass jedes Tier ausreichend Auslauf im Freien haben sollte, daß im Stall Tageslicht herrscht und daß auf ein gesundes Stallklima geachtet werden muss.
  • Die Verabreichung von wachstumsfördernden Futterzusätzen wie Antibiotika und Hormone ist streng verboten.
  • Ziel ist es, dass jeder Bauer ausschließlich Futter aus eigener Herstellung füttert. In Ausnahmefällen kann Futter aus ökologischer Erzeugung auch zugekauft werden.
  • Verboten sind der Einsatz von chemisch-synthetischen Düngern, Pflanzenschutzmitteln, Lagerschutz- und Reifemitteln.
  • Auf den Äckern wachsen statt hochgezüchteter Turbo-Pflanzen standortgerechte und widerstandsfähige Sorten.
  • Ein weiterer zentraler Aspekt des ökologischen Landbaus ist die Erhaltung und Förderung einer nachhaltigen Bodenfruchtbarkeit. Sie wird vor allem durch eine ausgewogene Fruchtfolge erreicht. Organischer, im eigenen Betrieb erzeugter Dünger, unterstützt die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit.
  • Öko-Landwirte bemühen sich um einen energiesparenden Einsatz von Rohstoffen und Betriebsmitteln.
  • Die Anwendung gentechnologischer Verfahren ist verboten.


Diese Grundsätze leiten sich aus der EG-Öko-Verordnung und den Richtlinien der ökologischen Anbauverbände ab. Jeder Landwirt, der Mitglied eines dieser Verbände ist, verpflichtet sich, diese Richtlinien als Mindestanforderungen einzuhalten und seinen Betrieb daraufhin regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Die ökologische Landwirtschaft bemüht sich um ein hohes Maß an Transparenz, regionalen Bezug und eine ausgeprägte Qualitätssicherung. Aber auch hier kann keine Garantie für absolut rückstandsfreie Ware gegeben werden. Außerhalb der Einflussnahme von Öko-Betrieben liegen die inzwischen überall vorkommenden Umweltschadstoffe, wie zum Beispiel Schwermetalle in Luft und Wasser. Diese Schadstoffe finden sich später u. U. auch in ökologisch produzierten Lebensmitteln.

Dennoch: Ökologisch erzeugte Lebensmittel sind deutlich geringer mit Rückständen von Pflanszenschutz- und Düngemitteln belastet. Sie sind meist nicht nur gesünder - oftmals schmecken sie auch noch besser als die konventionelle Massenware. Die Unterstützung des ökologischen Landbaus ist der erste Schritt, Umweltbedingungen und Qualität unserer Nahrung positiv zu beeinflussen. Mehr Öko-Anbaufläche in Deutschland, Europa und allen anderen Ländern dieser Welt ist dringend notwendig. Mit dem Kauf von Öko-Produkten tragen Sie dazu bei.

Ausführliche Informationen über den ökologischen Landbau und die Herstellung von Bio-Lebensmitteln finden Sie auf www.oeko-fair.de im Themenspecial Bio-Landbau. 


 Weitere Informationen

Kennzeichnung Kennzeichnung - Seit 1993 ist die
Ökologischer Weinbau Ökologischer Weinbau - Um Wein zu erzeugen, werden...


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