Nachhaltiger Konsum und Rohstoff-Recycling

In der Agenda 21 haben sich die Unterzeichnerstaaten unter anderem auch verpflichtet, den Kreislaufgedanken der Natur auf wirtschaftliche Stoffströme zu übertragen.

Das heißt zum einen, dass möglichst viele Produkte recycelt werden, in den Produktionskreislauf zurückgelangen und so als Rohstoff erhalten bleiben sollen. Zum anderen sollen bevorzugt nachwachsende Rohstoffe eingesetzt werden. Technisch ist es z.B. durchaus möglich, Plastikverpackungen aus Mais- oder Zuckerrübenstärke herzustellen, die auf professionellen Kompostanlagen kompostiert werden können und so den Kreislauf Erde – Pflanze – Plastikmaterial – Kompost – Erde schließen.

Nachhaltiger Konsum bedeutet aber nicht nur, Produkte zu gebrauchen, die nach dem Gebrauch zu einem möglichst großen Anteil wiederverwertet werden können. Denn die Verwertung spart zwar Rohstoffe, ist aber oft genau so energieaufwändig wie die ursprüngliche Herstellung. Wer nachhaltig konsumiert, setzt auf langlebige Güter – also Güter, die so konstruiert sind, dass sie lange halten und ohne großen Aufwand und Kosten repariert werden können. Denn jedes Produkt – ob Verpackungsmaterial, Kleidungsstück, Möbel oder Elektrogerät – verbraucht bei seiner Herstellung Rohstoffe und Energie – für einen einzige PC werden beispielsweise bis zu 19 Tonnen Rohstoffe benötigt. Je länger ein Produkt benutzt wird, desto ressourcenschonender ist es.
 

Tipps für Ihren Alltag:

  • Bevorzugen Sie langlebige Produkte, wie Energiesparlampen, aufladbare Batterien (Akkus), aber auch qualitativ hochwertige, zeitlose Möbel, Kleidungsstücke und Elektrogeräte
  • Achten Sie darauf, ob Produkte leicht und kostengünstig repariert werden können.
  • Achten Sie beim Kauf eines Produktes auf den Energieverbrauch während des Gebrauchs: Hilfestellung gibt z.B. bei Haushaltsgeräten die Energieeffizienzklasse
  • Geben Sie gut erhaltene, nicht mehr gebrauchte Güter an Recyclinghöfe oder Arbeitsloseninitiativen weiter. Dort werden z.B. alte Fahrräder und Einrichtungsgegenstände, aber auch Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Herde,  wieder „aufgemöbelt“.
  • Bevorzugen Sie beim Einkauf unverpackte oder verpackungsarme Waren und achten Sie auf ökologisch vorteilhafte Verpackungen wie PET- und Glas-Mehrwegflasche oder den Getränkekarton.
  • Verzicheten Sie auf Dosen und Einwegflaschen.
  • Verwenden Sie Stofftaschen, Körbe oder Rucksäcke.
  • Vermeiden Sie Wegwerfartikel und greifen Sie zu Nachfüllpackungen.
  • Trennen Sie Wertstoffe wie Glas, Papier, Metalle und Kunststoffe vom Restmüll. Das trägt zur Erhaltung von Rohstoffen bei, und nebenbei sinken auch noch Ihre Müllgebühren.
  • Leihen Sie sich Geräte für Haushalt und Garten, die Sie selten benötigen, aus. Angebote bieten z.B. Baumärkte.
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