Ist Recycling-Papier out?
Umwelt- und Verbraucherverbände,
Handelshäuser und Umweltinsitutionen wie das Umweltbundesamt sehen
dringenden Handlungsbedarf, um umweltgerecht erzeugte Recycling-Papiere
zu fördern.
Zu oft greifen Verbraucherinnen und Verbrauchern zu konventionell
erzeugten Produkten. Ein Grund ist sicherlich die unübersichtliche
Marktsituation. Längst ist Recycling-Papier nicht mehr unbedingt grau
- und so direkt von anderen Papieren zu unterscheiden. Außerdem suggeriert
die starke Verbreitung von chlorfrei gebleichtem Papier Verbrauchern dessen
ökologische Unbedenklichkeit. Doch es bleibt dabei: Am umweltschonendsten
ist nach wie vor die Verwendung von Recycling-Papieren. Das belegt auch
eine Ökobilanz für graphische Papiere des Umweltbundesamtes.
Die VERBRAUCHER INITIATIVE gibt im
folgenden Tipps für den Kauf von Papierprodukten,
die Vermeidung überflüssigen
Papiermülls und das Sammeln von Altpapier.
Umfassende Informationen über
die Herstellung, Verwendung und Entsorgung von Papier und Papierprodukten
bietet die Broschüre
"Zeitung, Schulhefte & Co.".
Richtig gekauft
- Umwelt geschützt
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Bevorzugen Sie Recyclingpapier oder
besser noch Original-Umweltschutzpapier. Das etwas dunklere Umweltschutzpapier
eignet sich besonders für Briefumschläge, Versandtaschen und
Notizzettel. Für Kopierer und Drucker ist Recyclingpapier mit dem
Umweltzeichen „Blauer Engel“ eine gute Wahl.
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Überdenken Sie bei Geschäftspapieren
die übertriebene Qualitätsvorstellung: "ultra-weiß". Je heller Papiere sind, desto mehr Aufbereitungsaufwand haben sie erfordert.
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Achten Sie beim Einkauf von Hygienepapieren,
wie Toilettenpapier oder Papierhandtüchern, auf den Aufdruck: “Zu 100
Prozent aus Altpapier hergestellt“. Eine noch bessere Orientierung bietet
hier das Umweltzeichen „Blauer Engel“.
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Auch Tapeten und Dämm-Materialien
werden aus Altpapier hergestellt. Rauhfasertapeten mit dem „Blauen Engel“
enthalten mindestens 80 Prozent Altpapier. Die Alternative zu Blumentöpfen
aus Plastik sind verrottbare Pflanztöpfe aus Altpapier.
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Eine vollständige Liste von Herstellern
bzw. Produkten mit dem Umweltzeichen für Hygienepapiere, graphische
Recyclingpapiere, Recyclingkarton und Rauhfasertapeten findet sich unter
www.blauer-engel.de
Papier
sparen – Müll vermeiden
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Wehren Sie sich gegen die Werbeflut
mit Hilfe von Aufklebern auf Ihrem Briefkasten "Bitte keine Werbung" und
lassen Sie sich in die sogenannte "Robinson-Liste" des Deutschen Direktmarketing-Verbandes
eintragen; Info-Tel. 07156-951010, oder: Postfach 1401, 71243 Ditzingen.
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Vor allem durch Verkleinern und beidseitiges
Kopieren kann im Büro viel Papier eingespart werden.
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Nehmen Sie zum Einkaufen Stofftasche,
Rucksack oder Korb mit. Für Brot gibt es spezielle Baumwollbeutel.
Auch Kaffeefilter werden aus Baumwolle angeboten. Papiertüten für
Obst und Gemüse können mehrfach verwendet werden.
Gut
gesammelt ist halb verwertet
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Sammeln Sie sowohl im Haushalt als auch
im Büro Papier getrennt vom Restmüll. Das Papier sollte trocken,
sauber und fettfrei sein. Getränkekartons und andere mit Kunststoffen
oder Alu beschichtete Papiere gehören nicht in die Papiersammlung,
sondern in den gelben Sack. Für Fax- und Durchschreibepapiere werden
heute keine bedenklichen Chemikalien mehr eingesetzt. Sie gehören
auch in die Altpapiertonne.
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Für das Sammeln im Haus eignet
sich eine Kiste mit einem Fadenkreuz innen, so dass die Zeitungs- und Papierstapel
rasch zu einem Bündel verschnürt sind.
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