Öko-Tipp: Teppichkleber sparen
Es nutzt der beste Öko-Boden
nichts, wenn er mit giftigen Klebern verlegt wird. Das gilt nicht nur,
aber auch für Teppichböden. Schadstoffe holt man sich hier mit
den Klebern ins Haus.
Man kann sie sich aber auch ersparen.
Unser Tipp: In kleineren Zimmern
bis 20 qm müssen Teppichböden nicht flächig verklebt werden.
Und auch in großen Räumen gibt es eine Alternative: rutschfestes
und schadstofffreies Fixieren mit Klettbändern. Auskünfte dazu
erhält man im Fachhandel.
Wenn aufs Kleben nicht verzichtet
werden kann, dann sollte man auf schadstoffarme Kleber zurückgreifen.
Sie sind zu erkannen am so genannten Gefahr-Informations-System-Code, besser
als GISCODE bekannt. Für den Hausgebruach eignen sich Kleber
der Klasse D1 am besten. D steht dabei für Dispersionskleber,
1 bezeichnet die Klasse der lösemittelfreien Kleber. Unbedenklich
sind jedoch auch diese Kleber nicht. Denn in ihnen werden so genannte Hochsieder
als Lösemittelersatz verwendet, darunter auch synthetische Weichmacher.
Diese werden über längere Zeiträume freigesetzt und können
gesundheitsgefährdende Bestandteile an die Raumluft abgeben.
Einzelne Hersteller haben sich auf
das Kennzeichnungssystem EMICODE für Bodenbelagsklebstoffe
geeinigt. Ziel des EMICODE ist die Begrenzung der Emission von gesundheitsgefährdenden
flüchtigen organischen Verbindung (VOC) in die Raumluft. Das Kürzel
EC
1 bedeutet beispielsweise, dass nach zehn Tagen, unter definierten
Prüfbedingungen gemessen, eine Konzentration von höchstens 500
µg VOC/qm aus dem Klebstoff ausdünsten darf. Dieses Produkt
darf dann als „sehr emissionsarm“ gekennzeichnet werden.
Weitere Informationen rund um den
textilen Bodenbelag bietet die Broschüre
„Teppich“
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