Das FLP-Siegel
Mit der Zielsetzung, bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen auf Blumenfarmen in „Entwicklungsländern“ wie Ecuador, Kolumbien oder Simbabwe zu schaffen, hat sich das Food First Informations- und Aktionsnetzwerk (FIAN) zusammen mit Brot für die Welt, terres des hommes, Verbänden des deutschen Blumenhandels, dem Fachverband und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar- Umwelt zum Flower Label Programm (FLP) zusammengeschlossen. Gemeinsam wurde ein Gütesiegel für Blumen aus umwelt- und menschenwürdiger Produktion entwickelt, kurz das FLP-Siegel. Die Richtlinien des FLP-Labels basieren auf dem „Internationalen Verhaltenskodex für die sozial- und umweltverträgliche Produktion von Schnittblumen“. Blumenfarmen und Blumenhändler, die dem Flower Label Programm angeschlossen sind, garantieren u.a. existenzsichernde Löhne, d.h. mindestens die im Land üblichen, gesetzlichen Mindestlöhne, Gewerkschaftsfreiheit, Verbot der Beschäftigung von Kindern unter 15 Jahren, Gleichbehandlung aller Beschäftigten, Beschäftigungssicherheit, Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit durch z.B. feste Arbeitsverträge, einen verantwortlichen Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie das Verbot hochgiftiger Pflanzenbehandlungsmittel. Die Prüfkriterien wurden durch ein plural besetztes Gremium - je ein Vertreter einer Nichtregierungsorganisation, einer internationalen Gewerkschaft, des Produzentenlandes und des Blumenhandels – festgelegt. Die Einhaltung der Standards wird durch unabhängige, internationale Kontrollinstitute regelmäßig überwacht. Zudem sind für Arbeiterinnen und Arbeiter in jedem Land vertrauenswürdige Beschwerdestellen eingerichtet.
|