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Gesundheitsdienste im Internet

Patienten gehen online. Anlässe für den Besuch beim „Netzdoktor“ gibt es genug.

Sei es, weil der Arzt mit unverständlichen Begriffen verwirrte, weil eine Diagnose Ängste hervorruft oder weil so bequem eine „Zweitmeinung“ eingeholt werden kann. Bei leichten Beschwerden erhalten Sie Rat für die Selbstbehandlung. Und wer sich allein gelassen fühlt, findet Unterstützung bei Selbsthilfegruppen und Diskussionsforen.

Vermehrt erscheinen daher Patienten „gewappnet“ mit Online-Informationen in der Praxis. Nicht immer zur Freude der Ärzte. Teils weil sie kritische Fragen nicht schätzen, teils weil so manches im Netz fachlicher Fundierung entbehrt. Denn - eine Kontrolle gibt es nicht. Jeder kann Gesundheitsseiten ins Netz stellen, ob er nun die erforderliche Qualifikation besitzt oder ein verrückter Spinner ist, ob er aus ethischen Gründen handelt oder schlicht seine Produkte verkaufen möchte. Mit kritischer Distanz genutzt, ist das „größte Nachschlagewerk der Welt“ aber eine wahre Fundgrube für Gesundheitsthemen.

Informationen „auf einen Streich“ bieten Gesundheits-Portale. Allzu hohe fachliche Ansprüche dürfen Sie aber vielfach nicht stellen. Dies gilt bedauerlicherweise auch für viele naturheilkundliche Webseiten. Für allgemeine Ratschläge wie Hausmittelchen gegen Erkältung oder Informationen zum Pollenflug,Fitness- und Wellnesstipps sowie populärwissenschaftliche - teilweise unkritische - Erläuterungen zu Krankheiten und Therapieverfahren sind Sie hier aber allemal gut aufgehoben. Links zu Nachschlagewerken und Datenbanken,Online-Beratungen, Tests von Krankheitsrisiken bis zu Lebenserfolg sowie Suchmöglichkeiten nach Ärzten oder Heilpraktikern runden das Angebot ab. Nur: Bei letzteren erhalten Sie die gleiche oder mehr Informationen vielfach schneller und billiger aus dem Telefonbuch.

Die fundierte Recherche
Spezialisierte Linklisten wie der Medizinindex bieten sich an, wenn Sie ein Thema vertiefen möchten. Für die detaillierte Recherche sind Suchmaschinen unerlässlich. Für Laien ist die Suche in medizinischen Datenbanken allerdings nicht immer ganz einfach. Da viele Fachbeiträge in Englisch abgefasst sind, sind zudem fundierte Fremdsprachenkenntnisse notwendig. Als Ausgangspunkte empfehlen sich Dr. Antonius der Universität Frankfurt und Medivista.

Falls Sie eine Selbsthilfegruppe suchen, ist die Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS)die erste Anlaufstelle. Eine rasche Übersicht über Mailinglisten und Diskussionsforen erhalten Sie beim Medizinindex. Beiträge nach Stichworten finden Sie über Deja, der Suchmaschine für Newsgroups.

Online-Medizin auf einen Blick

Vertrauen ist gut
Kontrolle bekanntlich besser. Gerade im Cyberspace. Denn nicht alles, was auf Ihrem Bildschirm erscheint, ist seriös, nicht jeder angebliche Experte kompetent und nicht für jeden ist Ihre Gesundheit das oberste Leitmotiv. Wir haben einige Tipps zusammengestellt:


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