Teebaumöl
Immer mehr Menschen greifen bei leichteren
Erkrankungen auf Produkte aus der „grünen Apotheke“ zurück.
Seit einigen Jahren ist ein Wundermittel der Aborigines, der australischen Ureinwohner,
auf den europäischen Markt gekommen, das sich einer wachsenden Popularität
erfreut: Das Teebaumöl. Dieses ätherische Öl wird aus Blättern
einer australischen Sumpfpflanze, der Melaleuca alternifolia, gewonnen.
Das Teebaumöl ist ein Gemisch
aus rund 100 Einzelkomponenten. In Abhängigkeit von den Klima- und
Wachstumsbedingungen, vom Erntezeitpunkt usw. kann die Zusammensetzung
des Teebaumöls stark variieren. Entscheidend für die Qualität
und Wirkung sind die zwei Terpene Terpinen-4-ol (ca. 38% im Öl) und
1,8 Cineol (ca. 4%). Als besonders hochwertig gilt ein hoher Terpinen-4-ol-
und ein niedriger 1,8 Cineol-Gehalt. Denn neben der guten desinfizierenden
Eigenschaften und der positiven Wirkung bei der Behandlung von Atemwegerkrankungen
kann das 1,8 Cineol in höheren Konzentrationen zu Hautreizungen führen.
Terpinen-4-ol zeigt gute Wirkung gegen Keime und irritiert die Haut nicht.
Genauere Untersuchungen beider Terpene stehen jedoch noch aus.
Bereits in der traditionellen Aborigines-Medizin
wurde das Teebaumöl zur Behandlung von Schnitt- und Stichwunden, Insektenstichen,
Bissen sowie Zahnschmerzen verwendet. Einige Untersuchungen der Inhaltsstoffe
bestätigen die antibakterielle und antimykotische (gegen Pilzinfektionen)
Wirkung des pflanzlichen Extraktes, die es zu einem wirksamen natürlichen
und biologisch abbaubaren Desinfektionsmittel machen. Zahlreiche Patienten
berichteten über positive Wirkungen des Teebaumöls bei Behandlung
verschiedener Haut- sowie Erkältungskrankheiten und sogar Gelenkschmerzen.
Die Wirkungen des Teebaumöls
auf einen Blick:
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entzündungshemmend
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antibakteriell
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antimykotisch
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desinfizierend
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leicht schmerzlindernd
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brennt nicht in der Wunde
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dringt gut in die Haut ein
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ist nicht phototoxisch d. h. es sensibilisiert
die Haut selbst bei hoher Sonneneinstrahlung nicht.
Kein Arzneimittel
Trotz dieser fabelhaften Eigenschaften
des Teebaumöls darf man auch einige Nachteile nicht außer Acht
lassen:
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Mangels weiterführender Untersuchungen
ist seine Wirkungsweise noch nicht genug bekannt.
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Die Anwendung als Arzneimittel ist in
Deutschland nicht erlaubt. Nach deutschem Recht handelt es sich beim Teebaumöl
lediglich um ein kosmetisches Mittel.
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Genaue Angaben zur Qualität des
Produktes fehlen meist. Deklaration der Zusammensetzung mit Prozentangaben
der einzelne Inhaltsstoffe und Angaben über die Anbauweise sind wichtige
Informationen, um über die Eignung der Produkte etwas aussagen zu
können.
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Das Teebaumöl birgt ein gewisses
Allergierisiko, das zum Teil durch die natürlichen Inhaltstoffe wie
para-Cymen und Limonen oder durch einige unerwünschte Folgeprodukte
(Peroxide und Hydroperoxide) bedingt ist. Die Folgeprodukte können
unter Einfluß von Licht und Luft entstehen.
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Das ätherische Öl zeigt ein
gewisses hautirritierendes Potential, das wahrscheinlich in hochwertigen
Produkten mit Terpinen-4-ol-Gehalt über 35% und 1,8 Cineol-Gehalt
um 3% verringert oder sogar ausgeschlossen werden kann.
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Bei Kleinkindern ist die Anwendung weniger
empfehlenswert. Im Gesichtsbereich kann es zur Anschwellung der Schleimhäute
kommen.
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Vorsicht bei oraler Einnahme. Bei Kindern
kam es vereinzelt zu Übelkeit und Durchfällen. In reiner Form
sollte Teebaumöl nur äußerlich angewendet werden.
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Die Anwendung von Teebaumöl sollte
nach drei bis fünf Tagen eine Besserung bewirken.
Für die medizinische Anwendung
beim Menschen sollte ausschließlich Teebaumöl aus kontrolliert
biologischen Anbau verwendet werden, das keine Rückstände von
Pflanzenschutzmitteln und Pestiziden enthält. Des weiteren sollte
der Terpinen-4-ol Gehalt hoch und das Gehalt an 1,8 Cineol gering sein.
Hinweise zum Aufbewahren des Teebaumöls:
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Das Öl in kleinen Mengen kaufen
und in dunklen, dicht verschlossenen Gefäßen kühl lagern.
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Man sollte darauf achten, dass es sicher
vor Kindern aufbewahrt wird und das Gefäß einen kindersicheren
Verschluß hat.
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