Tätowierungen und Piercings

Tattoos
Beim Tätowieren werden mit einer feinen Nadel Pigmente (Farbstoffe) in die Lederhaut eingebracht.

Die Prozedur ist schmerzhaft und nicht ganz ungefährlich. Je nach Einstichtiefe kann es zur ernsthaften Verletzung der Haut und folglich zur Narbenbildung kommen. Man vermutet auch, dass unzureichende Hygiene bei Tätowierungen zu Viruserkrankungen, besonders Hepatitis B, führen kann.

Wie lange Tattoos halten, hängt von der chemischen Stabilität der Farbpigment und vor allem von der Einstichtiefe ab. Die verwendeten Farben stammen zum Teil aus USA oder England und sind auch über das Internet erhältlich. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn dubiose Anbieter bringen über diesen Weg minderwertige oder gar gefährliche, z.B. schwermetallhaltige Produkte auf den Markt, die u.a. leuchtende Farben hervorbringen. Sie sind vor allem problematisch, weil sie schwere Allergien auslösen können. Normale schwarz-graue Farben werden durch unbedenkliches Graphit erzeugt. Rote Pigmente sind häufig Eisenoxid-Verbindungen. Diese lösen sich allmählich auf und das Tattoo verblasst mit der Zeit.

Piercing
Gepierct werden ausgesuchte Schmuckstücke (Ringe, Stifte) in meist weiche Körperteile wie Augenbrauen, Nasenflügel, Lippen, Zungen, Nabel, Brustwarzen oder Schamlippen. Absolute Sauberkeit und Einhalten der Hygienevorschriften sind beim Piercing das A und O. Eine sorgfältige Desinfektion der Hautpartie vor und nach dem Eingriff bis zum völligen Abheilen des Stichtunnels ist unbedingt notwendig. Nur nickelfreien Metallschmuck einsetzten lassen, denn beim Piercing kann sich durch den intensiven Metallkontakt eine Nickelallergie entwickeln.
Es gibt Ärzte, die Piercing machen, hier ist man in sicheren Händen, auch wenn mal Komplikationen auftreten sollten.
 

Tipps:

  • Vor einer Tätowierung oder einem Piercing sollte eine ausführliche Beratung stattfinden. Einige Arbeitsproben des Tattoo-Meisters oder der Tattoo-Meisterin können einen Hinweis auf die Berufserfahrung und Geschicklichkeit geben.
  • Besonders wichtig ist die Qualität der verwendeten Farben und die hygienischen Bedingungen im Studio. Sie müssen unbedingt hygienisch einwandfrei sein, so sind Komplikationen durch Infektionen und Unverträglichkeitsreaktionen vermeidbar.
  • Die pflanzliche Farben in den sogenannten „Bio-Tattoos" können trotz anderslautender Behauptungen ebenfalls bleibend sein. In Abhängigkeit davon, wie tief sie in die Haut gestochen wurden. Auch sie sind nicht unbedenklich; Allergien sind durchaus möglich.
  • Vor einem bleibenden Tattoo ist ein „Probe-Tattoo" empfehlenswert, das nach einiger Zeit wieder verschwindet. Geeignet sind zum Beispiel Henna-Zeichnungen. Sie verschwinden je nach Hauteigenschaften und Häufigkeit der Reinigung innerhalb von drei bis vier Wochen.
  • Nie vergessen: Das Entfernen von Tattoos ist langwierig und fast so teuer, wie das Herstellen der Verzierung selbst.


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